Der Turibaum (Sesbania grandiflora), manchmal auch Agasta genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler, der ursprünglich aus Südostasien
und Indien stammt. Er gedeiht nur in feuchtem und heißem Klima, weitere moderne Anbaugebiete sind daher lediglich Afrika und die Karibik.
Turibaumblätter
Die Blätter des Turibaums werden in Südostasien zum Würzen von Speisen und als Gemüseeinlage verwendet. In Thailand werden die “Bai Khae”
(
) genannten Blätter gerne in sauren Currys (Gaeng Som) verkocht. Es gibt sie dort frisch auf dem Markt zu kaufen, bei uns in Europa
habe ich die Blätter noch nicht gesehen.
Die Blätter des Turibaums sollten nicht mit den Blättern des
Wilden Betelpfeffers verwechselt werden, die im Norden Thailands ebenfalls “Bai Khae” (ใบแค) genannt werden
Turibaumblüten
Die
essbaren Blüten des Turibaums, oder besser gesagt deren Knospen, werden vor allem in Thailand als Gemüse
geschätzt. Sie nennt man “Dok Khae” (
). Auch sie werden als Einlage in Currys verwendet oder auch gerne roh mit Nam Prik verzehrt.
Die Blüten sind leicht bitter, erinnern aber sonst von Konsistenz und Geschmack her an Zuckererbsen. Mit etwas Glück findet man sie im Frischeregal gut
sortierter asiatischer Supermärkte, meist unter dem lateinischen Namen “Sesbania grandiflora” beschriftet.
Nah verwandt mit den Turibaumblüten sind die
gelben Sesbania Blüten.