Thai Food Nerds Kochevent 2026

Die Thai-Food-Enthusiasten treffen sich erneut in der Südpfalz

Ein Tag voller Thai Gerichte

Zum dritten Mal in Folge trafen sich auch in diesem Jahr die “Thaifood Nerds” zu einem gemeinsamen Kochevent. Wie im Jahr zuvor luden dazu Makut und Meli in ihren wunderschönen Garten mit Außenküche in der Südpfalz ein. Diesmal waren wir neun Freunde der thailändischen Küche, es waren also ein paar neue Gesichter dazu gekommen. Eines dieser Gesichter hatten wir selbst mitgebracht, nämlich unseren alten Freund und Kochkumpanen Fischi.

Bei tollem Wetter trafen wir uns um elf Uhr zu einem thaiuntypischen Weißwurstfrühstück inklusive Fassbieranstich, bei dem wir schon grob den gemeinsamen Tag planten. Anders als im Jahr zuvor hatte nicht jeder Koch drei Gerichte vorgesehen und wir versuchten auch nicht, alles gleichzeitig fertig zu haben. Vielmehr sollte es diesmal sehr viele Streetfoodgerichte geben, die eben serviert werden, sobald sie fertig sind.

So wollten wir das Ganze etwas entzerren und auch einen Riesenberg an Resten wie im Vorjahr vermeiden. Das ist uns im Großen und Ganzen auch gelungen, führte aber auch dazu, dass die drei Tellergerichte des Tages sehr spät auf den Tisch kamen. Aber so hatten wir wirklich über den ganzen Tag verteilt immer wieder etwas Neues zum probieren.

Begleitet wurde das Ganze von Fassbier von einer kleinen Brauerei in einem Nachbarort, das bei Makut und Meli direkt aus der Wand kommt, sowie Weinschorle und thailändisch inspirierte Cocktails, auf die ich später noch eingehen möchte.

Aber bevor ich auf die einzelnen Gerichte des Tages eingehe, möchte ich zuerst einmal Danke sagen. Danke an alle, die dabei waren, es war ein toller Tag und es hat super viel Spaß gemacht mit euch gemeinsam zu kochen und zu fachsimpeln. Aber ein ganz besonderer Dank gilt unseren Gastgebern Meli und Makut, die dieses Treffen mit ihrer grenzenlosen Gastfreundschaft in dieser Form überhaupt möglich gemacht haben.

Streetfood & Salate

Wie eingangs bereits erwähnt, machte thailändisches Streetfood den größten Teil der Gerichte aus. Und so begann der frühe Nachmittag an den beiden Grills, auf denen der Thai Guy seine Spieße mit Luk Chin, Sai Krok und Tintenfisch, aber auch seine selbstgemachte Sai Ua zubereitete.

Auf dem Kugelgrill bereiteten Fischi und ich auch das Fleisch für unser nordthailändisches Djin Dup, das wir später auf einem original Khiang aus Thailand mit einem Fäustling zerdrümmerten, den Makut für diesen Zweck noch extra abgeschliffen hatte.

Ein weiterer Teil der Gerichte wurde im Wok frittiert, so gab es noch sehr leckere Thod Man Plaa sowie Mhu Grob vom Schwäbisch-Hällischem Landschwein. Zu allen Fleischgerichten hatten wir noch eine große Schüssel des Dip-Klassikers “Nam Djim Djau” vorbereitet, für die wir fast eine ganze Fischsoße verbrauchten. Zu den Thod Man Plaa gab es “Ajaad Dtaeng Gwa” als Dip.

Abgerundet wurde das Ganze noch mit einem “Nam Prik Kapi”, einem “Tam Strobori” mit super leckeren Erdbeeren sowie einem “Yam Tua Phu”, der auch sehr gut schmeckte, obwohl Makut in der Hitze des Gefechts die Hälfte der Zutaten vergessen hatte.

Alle Gerichte im Überblick

  • Sai Ua ( )
  • Sai Krok ( )
  • Luk Chin Ping ( )
  • Plaa Muek Ping ( )
  • Djin Dup ( )
  • Thod Man Plaa ( )
  • Mhu Grob ( )
  • Yam Tua Phu ( )
  • Tam Strobori ( )
  • Nam Prik Kapi ( )
  • Nam Djim Djau ( )
  • Ajaad Dtaeng Gwa ( )

Tellergerichte und Suppe

Nach dem ganzen Streetfood gab es dann am Abend auch noch “richtiges Essen”. So bereiteten Daniel und Stefan eine tolle Khao Soi Nuea ( ) mit Rindfleisch und einer original Currypaste aus Thailand zu, während Jürgen aka thaicooking4friends ein südthailändisches Khua Kling Mhu ( ) sowie ein geniales Gung Pad Prik Lueang ( ) im Wok zauberte.

Die Nudeln für die Khao Soi hatten die beiden bereits am frühen Nachmittag frisch mit der Nudelmaschine zubereitet. Wie es bei dieser nordthailändischen Suppe üblich ist, wurde nur ein Teil der Nudeln gekocht, während der Rest als Topping im Wok voller Öl knusprig frittiert wurde.

Diese Frittierstation kam übrigens auch für die Garnelen für das “Gung Pad Prik Lueang” zum Einsatz, die in einem leichten Teigmantel frittiert wurden, bevor sie zusammen mit jeder Menge Chilis und Knoblauch in den Wok kamen.

Als Ausgleich zum ganzen Frittiergut kam das Khua Kling mit einer Beilagenplatte mit viel frischem Gemüse daher, die Jürgen liebevoll angerichtet hatte.

Dessert und Getränke

Den kulinarischen Abschluss des Tages bildete ein Mango Tiramisu, das nicht nur gefühlte fünf Kilo auf die Waage brachte, sondern auch extrem lecker war. Bei dieser schönen Fusion hat Jürgen seine Liebe zu Mangos mit seinen Konditorkünsten aufs Beste kombiniert.

Am Abend gab es noch eine weitere thailändisch inspirierte Leckerei in Form eines vom Thai Guy ersonnenen Cocktails mit dem schönen Namen “Chang Si Khiau”. Diesen “grünen Elephanten” hat er mit einem Kokos-Gewürz-Sirup, weißem Rum mit Pandanblättern sowie thailändischem braunen Rum zubereitet.

An dieser Stelle möchte ich auch noch den “Tom Yam Mule” vorstellen, den Meli bereits am Nachmittag als Aperitif serviert hatte. Für diesen Longdrink hat sie die typischen Tom Yam Zutaten Zitronengras, Galgant, Chilis und Kaffirlimettenblätter in Wodka eingelegt. Diese Wodkainfusion hat sie dann mit Ginger Beer und Limettensaft gemischt.