Thai Food Festival in Karlsruhe

Ein Stück Thailand auf dem Messplatz

Am vergangenen Wochenende waren Anne und ich mal wieder in Karlsruhe. Nachdem wir uns am Freitagabend mit unserer Foodiegruppe in einem Restaurant getroffen hatten, sollte es das Mittagessen am Samstag unter freiem Himmel auf dem Thai Food Festival auf dem Messplatz geben. Dort hatten wir uns mit Tobias, Fischi, Annett und Fernando verabredet.

Der Messplatz in Karlsruhe ist ein großes asphaltiertes Areal ohne jeden Schatten. Zum Glück gab es ein großes Zelt mit den Bierbänken in der Mitte, unter dem sich bei dem heißen Wetter alle versammeln konnten, die in Ruhe essen wollten. An der Stirnseite des Platzes stand eine Bühne, auf der über den Tag verteilt getanzt und gesungen wurde. An den anderen Seiten reihten sich die diversen Stände zu einem großen U auf.

Als Anne und ich um kurz vor zwölf auf dem Messplatz eintrafen, war auf dem Festival noch nicht besonders viel los. Daher sahen wir schon von Weitem einen vollgepackten Tobias, der bereits eifrig am Shoppen war. Mit ihm drehten wir eine Runde und schauten uns das Angebot an den verschiedenen Ständen an, bevor wir uns unter dem Zelt einen freien Tisch suchten.

Es dauerte nicht lange, bis sich die anderen zu uns gesellten. Wir schwärmten dann abwechselnd aus, um verschiedene thailändische Gerichte zu holen, auf die ich im nächsten Abschnitt eingehen möchte. Diese haben wir in die Mitte des Tisches gestellt und eifrig geteilt. Dabei blieb auch genug Zeit, um sich ausgiebig zu unterhalten und ein Singha Bier oder andere Getränke zu genießen.

Nach dem ausgiebigen Essen verabschiedeten sich Tobias, Annett und Fernando. Fischi, Anne und ich sind dann noch shoppen gegangen. Am besten haben mir dabei die beiden großen Gemüsestände gefallen, an denen in Styroporkisten frische thailändische Zutaten auslagen. Dort fand ich dann tatsächlich noch Gemüse, das ich noch nicht kannte. Das waren junger Galgant, Thai Tulpen und die Schoten der Weißkopfmimose, die alle drei in den Tagen danach im Wok gelandet sind.

Spannend war auch der Stand mit südostasiatischen Pflanzen. Dort wurden unter anderem Chilibäumchen, Bananenstauden und Kaffir-Limetten-Bäumchen angeboten. Wären wir nicht mit dem Zug dagewesen, hätte ich fast das größte Kaffir-Limetten-Bäumchen mitgenommen, das ich jemals gesehen habe. Naja, wenn alles gut läuft, haben wir bald einen Wintergarten und dann schaffe ich mir auf jeden Fall eines dieses Kalibers an.

Auch wenn mich die etwas öde Parkplatzatmosphäre auf diesem Festival anfangs abgetörnt hat, setzte doch nach einiger Zeit, hervorgerufen durch die Freundlichkeit an den Ständen, die Gerüche, das Kratzen der Kellen in den Woks und die Musik das “Thailand Feeling” ein, dieser schöne Zustand, der mich auch so oft beim Kochen ergreift. Und hey, auch in Thailand finden die Märkte oft auf asphaltierten Plätzen oder Straßen statt. Außerdem war es schön, so viele Freunde aus unserer Karlsruher Zeit auf einmal zu treffen.

Unsere Auswahl

Zum Schluss möchte ich noch kurz unsere Auswahl an Essen vorstellen. Zu sechst kommt natürlich einiges zusammen. Da auf den Thai Food Festivals inzwischen Preise verlangt werden wie in Restaurants, war ich darum bemüht, eher Dinge zu bestellen, die man normalerweise nicht bekommt, wie zum Beispiel Miang Kham oder Khao Kha Mhu.

Etwas weh tat es mir dann, als Tobias mit einem eher traurig aussehenden Pad Thai ankam, weil er kein scharfes Essen verträgt oder auch als Fernando die Ente mit Erdnusssoße anschleppte, etwas, was es meines Wissens in Thailand überhaupt nicht gibt. Das nächste Mal muss ich wohl “betreutes Ausschwärmen” anbieten und nicht mit Fischi lostigern, damit jeder was wirklich Gutes bekommt.

Außer diesen beiden Ausrutschern war alles sehr lecker und besonders der Papaya Salat hat sich wirklich gelohnt, da er im Gegensatz zu vielen anderen Som Tam, die man in Restaurants bekommt, nicht zur Hälfte aus Karotten bestand. Und ordentlich scharf war er dazu auch noch.

Falls du das Festival in Karlsruhe verpasst hast, kannst du auf meinem Thai Food Festival Kalender schauen, ob es in deiner Nähe noch ein anderes Festival gibt.